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Sternenhimmel & Sturmlaternen

Das Wandern in Damüls Faschina ist im Sommer wie im Winter ein besonderes Vergnügen. Das bestens präparierte und umfassende Winterwanderwege-Netz lädt zur Erkundung ein. Bei den nächtlichen Sturmlaternenwanderungen der Bergrettung Damüls ist man in den besten Händen und erhält nebenbei noch jede Menge Informationen.

Im Schneereichsten Dorf der Welt

Das Schneereich Damüls Faschina ist ein Winter-Paradies. Hier präsentiert sich die verschneite Bergwelt in ihrer ganzen Pracht für Klein und Groß. Paare lassen sich gerne zu einer Wanderung auf dem Schmuseweg oder romantischen Pferdeschlittenfahrten verlocken. Gruppen und Familien greifen hingegen zur Sturmlaterne: Bernd Breuss ( Jg. 1989) ist einer jener Damülser Bergretter, die in der Wintersaison die abendlichen Wanderungen durchführen und nebenbei auch noch viel Informatives über verschiedene Stationen zu berichten wissen. Statt nach dem Abendessen in einem gemütlichen Fauteuil vor dem Fernsehapparat zu versinken, bieten die Sturmlaternenwanderungen den Gästen eine gesunde und informative Abwechslung.

Nächtlicher Spaziergang

Von Jänner bis April starten die Gruppen mit ihrem Guide montags ab 21 Uhr. Treffpunkte sind bei der Uga Talstation, im Kirchdorf beim Tourismusbüro und beim Parkplatz Oberdamüls. „Eine Tour dauert ca. 40 Minuten, das ist auch konditionell nicht anstrengend. Wir passieren keine Grate und nehmen keine klassische Höhenwanderung vor. Vielmehr sind die Routen für Familien und Gruppen als schöner Abendspaziergang geeignet“ erläutert Bernd Breuss die Wanderung. Je drei Guides begleiten die nächtlichen Wanderer, denen unterwegs immer wieder auch Hasen und Füchse begegnen. Abschließend werden die Gäste mit dem Bus wieder zu ihrer Unterkunft gefahren.

Wechselnde Schwerpunktthemen

Wer möchte, erhält zu Beginn eine Sturmlaterne und leuchtet damit die gut befestigten und präparierten Wege aus. Andere greifen zu den Stöcken oder halten ihren Nachwuchs an der Hand. Ab welchem Alter darf man denn mitwandern? „Kinder nehmen wir mit, sobald sie laufen können – wenn sie müde werden dann springen Papa oder Mama eh in tragender Rolle ein“ erklärt der sportliche Bergretter. Die Gruppen bestehen aus bis zu 30 Personen und umfassen verschiedene Nationalitäten. Die Führungen werden daher in deutscher und englischer Sprache vorgenommen. Dabei erzählen die Begleiter viel über die Ortschaften und die beeindruckende Bergwelt. Ein Hauptthema zieht sich jeweils durch die Saison: Im Winter 2016/17 wurde z.B. sehr viel über die Jagd und das Wild erläutert.

Viel Neues

Je nach gewählter Route geht es z.B. in der oberen Runde in Oberdamüls bei Mondschein und unterm Sternenhimmel zum Stofelsee. „Wenn man von der Oberdamülser Seite auf die Uga hinüberschaut und das ganze Lichtermeer sieht, da geht einem das Herz auf“ findet selbst der geeichte Bergfex schöne Worte für die montägliche Wanderung. Manchmal hört man in der Ferne das sonore Brummen der Schneekanonen und Pistenraupen. Andere Routen nehmen Stationen wie den Waldseilgarten, das Biomasseheizwerk oder die Wildfütterung mit. Die Teilnehmer erfahren dabei viel Neues.

Ein feiner Glühwein zum Abschluss...

Auch die Bergrettung selbst wurde von den Guides bereits vorgestellt. Das kleine, feine Damülser Bergrettungsteam umfasst 21 Personen. „Wir sind eine sehr aktive, junge Truppe“, berichtet Bernd Breuss stolz. Der Vizeobmann der Bergrettung ist im Zivilberuf als KFZ-Techniker tätig und war im vergangenen Winter fast jeden Montag bei den Wanderungen dabei. Ehrensache ist, dass die Wanderungen auch bei Schnee oder Regen stattfinden. Mit den Sturmlaternen in der Hand und den drei kompetenten Bergrettern zur Seite sind die Nachtspaziergänge immer ein Erlebnis. Einen Anreiz mitzugehen bietet auch der feine Glühwein, der am Ende der Wanderung ausgeschenkt wird. Die Bergretter rüsten sich schon für den nächsten Winter: „Wir sitzen bereits zusammen, um neue Themen für unsere Gäste auszuarbeiten“.

Text: Andrea Fritz-Pinggera