
Früh morgens, wenn der Krumbach noch im Schatten liegt und das Wasser die Nachttemperatur hält, stehen die Bachforellen dicht unter der Oberfläche. Das erste Licht trifft den Bach, die Forellen steigen nach Insekten — und wer jetzt am Ufer steht, hat die besten Karten.
Damüls-Faschina bietet drei verschiedene Angelwelten in kurzer Distanz: kristallklare Hochgebirgsbäche mit Bachforellen direkt im Ort, den alpinen Seewaldsee in Fontanella mit Karpfen und Hecht auf 1.132 Metern, und die Wildflüsse des UNESCO Biosphärenparks Großes Walsertal wenige Kilometer weiter im Tal.
Was das Angeln hier unkompliziert macht: Wer als Urlauber für bis zu zwei Wochen hier angeln möchte, braucht keinen österreichischen Fischerausweis. Eine Tageskarte des jeweiligen Reviers und die Gästekarte der Unterkunft reichen aus. Tageskarten kosten 20 Euro und sind direkt im Gemeindeamt erhältlich.
Eine Tageskarte deckt alle drei Bäche ab, die durch das Gemeindegebiet Damüls fließen: Krumbach, Bregetzbach und Argenbach. Sie berechtigt zur Entnahme von insgesamt vier Fischen pro Tag.
| Gewässer | Krumbach, Bregetzbach, Argenbach |
| Fischart | Bachforelle |
| Angelsaison | 16. Juni – 30. September |
| Tageskarte | 20,- € ⚠️ (Preis 2025 — für 2026 beim Gemeindeamt bestätigen) |
| Fanglimit | 4 Fische gesamt pro Tageskarte |
| Ausgabe Mo–Fr | Gemeindeamt Damüls |
| Ausgabe Sa/So | Hotel Gasthof Adler, Damüls |
| Voraussetzung | Gästekarte der Unterkunft |
Die Bäche gehören zur Forellenregion: kalt, sauerstoffreich, steiles Gefälle, Kiesbett. Wer zum ersten Mal im Gebirgsbach angelt, kommt mit kurzen Ruten (1,80–2,10 m) besser durch das verwachsene Ufergelände. Grundregel: stromaufwärts fischen, leise bewegen — Bachforellen registrieren Erschütterungen durch den Boden, bevor sie eine Rute sehen.
In nahrungsarmen, kalten Hochgebirgsbächen wie dem Krumbach wächst die Bachforelle langsamer und bleibt kleiner als in Flachlandbächen — selten mehr als 35 Zentimeter. Diese Populationen nennt man Steinforellen. Jede Gebirgsbachpopulation ist über Generationen an ihr Gewässer angepasst — an die exakte Wassertemperatur, das Nahrungsangebot, den Rhythmus der Hochwasser. Wer am Krumbach eine Forelle fängt, hat einen echten Wildfisch, keine Besatzforelle.
Das Weibchen legt seine 1.000 bis 1.500 Eier von Oktober bis Januar in eine Kiesgrube am Bachgrund — und die Eier brauchen mehrere Monate, in denen ein konstanter Sauerstoffstrom durch das Kieslückensystem fließt. Feines Sediment, das diese Lücken verstopft, tötet die gesamte Brut. Deshalb beginnt die Angelsaison erst am 16. Juni.
Unter den Steinen des Krumbachs lebt ein Bewohner, den man kaum zu Gesicht bekommt: die Groppe (Cottus gobio), 8 bis 15 Zentimeter klein, bodenlebend, nachtaktiv. Sie steht in Anhang II der EU-Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie — ihr Vorkommen macht ein Gewässer zum europäisch geschützten Lebensraum. Die Groppe braucht exakt dieselben Bedingungen wie die Bachforelle: kalt, sauerstoffreich, unverschmutzt. Wo die Groppe lebt, stimmt der Bach.
Der Seewaldsee liegt in Fontanella auf 1.132 Metern, mitten im UNESCO Biosphärenpark Großes Walsertal. Er ist ein sogenannter Himmelsteich: keine oberflächigen Zuflüsse, gespeist aus Bodenquellen und Niederschlag. Das Wasser erwärmt sich im Sommer auf 20 bis 24 Grad — warm genug für Fischarten, die man in dieser Höhe nicht erwartet.
| Gewässer | Seewaldsee, Fontanella |
| Fischarten | Karpfen, Hecht, Forellen |
| Angelsaison | 1. Mai – 30. November |
| Tageskarte | 20,- € ⚠️ (Preis vor Ort bestätigen) |
| Fanglimit | 3 Fische gesamt pro Tageskarte |
| Ausgabe | SeeStüble / Gasthaus Seewald · Tourismusbüro Fontanella · hejfish.com |
| Verboten | Nachtangeln · Bootangeln |
| Voraussetzung | Gästekarte der Unterkunft |
| Kontakt Fischereiverein | +43 664 4452333 |
Der Hecht im Seewaldsee ist kein Zufall. Er braucht warme Flachwasserzonen mit Vegetation zum Laichen — der Seewaldsee bietet genau das: geschützte Tallage, langsame Erwärmung im Frühjahr, Schilfzonen am Nordufer. Weibchen werden bis 150 Zentimeter groß, bis zu 30 Jahre alt. Am Seewaldsee bleiben sie durch das begrenzte Nahrungsangebot kleiner — aber Hecht auf 1.132 Metern Höhe ist nicht überall.
Von Damüls aus ist der Seewaldsee in rund 15 Minuten mit dem Auto erreichbar. Ab Fontanella/Säge geht der Wanderweg in etwa 35 Minuten zum See (2 km, ca. 85 Höhenmeter). Saisonal fährt der Bummelzug: 6,- € Erwachsene / 5,- € Kinder, ermäßigt mit Gästekarte, stündlich von 10:00 bis 16:00 Uhr.
Kein österreichischer Fischerausweis erforderlich für Urlaubsaufenthalte bis zu zwei Wochen. Wer einen deutschen oder anderen EU-Angelschein besitzt, kann damit auch längere Karten erwerben.
Schonzeiten und Mindestmaße — Vorarlberger Fischereiverordnung 2024 (amtlich)| Fischart | Schonzeit (Fließgewässer) | Mindestmaß | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Bachforelle | 1. Oktober – 28. Februar | 22 cm | Stillgewässer: Schonzeit 1. Nov.–28. Feb., Mindestmaß 25 cm |
| Äsche | 1. Februar – 30. April | 35 cm | Im FV Bregenzerwald ganzjährig geschont |
| Hecht | 1.–30. April | 40 cm | — |
| Karpfen | keine (Fließgewässer) | — | Stillgewässer: Schonzeit 1.–31. Mai, Mindestmaß 35 cm |
Untermaßige Fische und alle Fische während der Schonzeit müssen sofort schonend zurückgesetzt werden — das ist gesetzliche Pflicht nach § 7 Abs. 2 der Vorarlberger Fischereiverordnung. Hälterung (Setzkescher) und lebende Köder sind in Vorarlberg verboten.
Die kurze Angelsaison am Krumbach — 16. Juni bis 30. September — ist kein bürokratisches Hindernis. Die Bachforelle laicht von Oktober bis Januar im Kiesbett. Ihre Eier entwickeln sich unter dem Stein bis in den Frühling. Erst wenn die Jungtiere geschlüpft und die Bestände stabilisiert sind, beginnt die Saison. Das Fanglimit von vier Fischen ist Teil des Schutzkonzepts des UNESCO Biosphärenparks Großes Walsertal — Voraussetzung dafür, dass hier auch in zwanzig Jahren noch Wildbachforellen stehen.
Der Seewaldsee ist nicht nur ein Angelgewässer — er ist einer der wenigen Bergseen in Vorarlberg, die auch im Hochsommer zum Baden warm genug sind. Bummelzug, Wanderweg, Gastronomie und Spielplatz direkt am See.
Alle Infos zum Seewaldsee →Das Große Walsertal und der Bregenzerwald bieten für Angler, die über die Damülser Gewässer hinaus möchten, weitere Optionen in kurzer Fahrdistanz.
Fliegenfischen lernen: flyfish-bregenzerwald.at in Egg (ca. 45 Min. von Damüls) bietet Einsteiger- und Fortgeschrittenenkurse saisonal ab Mai an.
In Damüls stehen drei Bäche zur Verfügung: Krumbach, Bregetzbach und Argenbach — alle mit Bachforellen, alle über eine gemeinsame Tageskarte befischbar. Die zweite Option ist der Seewaldsee in Fontanella (ca. 15 Minuten Fahrt), wo Karpfen, Hecht und Forellen vorkommen. Weitere Gewässer in der Umgebung: Marulbach (Raggal), Lutz (Sonntag) und die Bregenzerach (Mellau).
Die Tageskarte für Krumbach, Bregetzbach und Argenbach kostet 20,- € und berechtigt zur Entnahme von 4 Fischen. Am Seewaldsee kostet die Tageskarte ebenfalls 20,- € (3 Fische). ⚠️ Beide Preise stammen aus 2025 — bitte vor dem Besuch beim Gemeindeamt Damüls oder beim Fischereiverein Raggal-Marulbach (+43 664 4452333) bestätigen.
Nein — für Urlaubsaufenthalte bis zu zwei Wochen braucht man in Vorarlberg keinen österreichischen Fischerausweis. Eine Tageskarte des Reviers und die Gästekarte der Unterkunft reichen aus. Wer einen deutschen oder EU-Angelschein besitzt, kann damit auch längere Karten erwerben.
Für Krumbach, Bregetzbach und Argenbach: Gemeindeamt Damüls (Montag bis Freitag). An Wochenenden: Hotel Gasthof Adler, Damüls. Für den Seewaldsee: SeeStüble / Gasthaus Seewald, Tourismusbüro Fontanella (+43 5510 6200) oder online auf hejfish.com. In jedem Fall Gästekarte und Lichtbildausweis mitbringen.
Im Krumbach (und in Bregetzbach und Argenbach) kommt ausschließlich die Bachforelle vor. Diese Populationen nennt man Steinforellen — kleiner als Flachlandforellen, aber genetisch an den Gebirgsbach angepasste Wildfische.
Die Angelsaison am Seewaldsee läuft vom 1. Mai bis 30. November — deutlich länger als an den Krumbach-Gewässern (16. Juni bis 30. September). Nachtangeln und Bootangeln sind am Seewaldsee verboten.
Im Seewaldsee leben Karpfen, Hecht und Forellen. Der Hecht ist der ungewöhnlichste Bewohner — er braucht warme Flachwasserzonen zum Laichen, die der See trotz seiner Höhe von 1.132 Metern bietet: keine kalten Zuflüsse, geschützte Tallage, im Sommer bis zu 24 Grad warm.
Krumbach, Bregetzbach, Argenbach: 4 Fische gesamt pro Tageskarte. Seewaldsee: 3 Fische gesamt pro Tageskarte. Das Limit gilt pro Tag und Karte — nicht pro Gewässer.
Ja. Die wichtigsten Schonzeiten nach der Vorarlberger Fischereiverordnung (Stand 2024): Bachforelle in Fließgewässern geschont vom 1. Oktober bis 28. Februar, Mindestmaß 22 cm. Hecht geschont im April, Mindestmaß 40 cm. Karpfen im Stillgewässer geschont im Mai, Mindestmaß 35 cm. Untermaßige Fische und Schonzeit-Fische müssen sofort zurückgesetzt werden — gesetzliche Pflicht. Hälterung (Setzkescher) ist in Vorarlberg verboten.
Ja. Im Großen Walsertal liegen Marulbach (Raggal, 33,- € Tageskarte, 6 Bachforellen) und die Lutz (Sonntag/Buchboden, ca. 36,- € Tageskarte). Im Bregenzerwald ist die Bregenzerach in Mellau ein ausgewiesenes Fliegenfischrevier. Für alle drei Gewässer gelten eigene Tageskarten — die Damülser Karte gilt nur für Krumbach, Bregetzbach und Argenbach.
Ja. An der Bregenzerach in Mellau ist Fliegenfischen Pflicht — andere Methoden sind dort verboten, Barbless-Haken vorgeschrieben. An Krumbach, Marulbach und Lutz sind keine Methodeneinschränkungen bekannt. Wer Fliegenfischen lernen möchte: flyfish-bregenzerwald.at in Egg bietet Kurse ab Mai an (ca. 45 Minuten Fahrt von Damüls).
Das Berghotel Madlener in Damüls bereitet gefangene Fische auf Anfrage zu. Bitte vorab direkt beim Hotel anfragen, ob das Angebot aktuell besteht.
Ja. Kinder ab 7 Jahren dürfen mitangeln, wenn ein Elternteil mit gültiger Tageskarte direkt dabei ist. Ab 10 Jahren ist ein eigener Jugend-Fischerausweis möglich — dafür ist eine kostenlose Unterweisung beim Landesfischereiverband Vorarlberg (lfvbg.at) erforderlich, der Ausweis kostet 30,- €.
Catch & Release bedeutet, einen gefangenen Fisch schonend zurückzusetzen. In Vorarlberg ist das Zurücksetzen gesetzlich vorgeschrieben für untermaßige Fische und alle Fische während der Schonzeit (§ 7 Abs. 2 FiVO). Sportliches Catch & Release — also das Zurücksetzen maßiger, fangreifer Fische — ist nicht explizit verboten, aber auch nicht explizit erlaubt. Im Zweifelsfall beim Revierbewirtschafter anfragen.
Für Anfänger am Krumbach: kurze Rute 1,80–2,10 m (lange Ruten verhaken im Ufergebüsch), Spinnrolle Größe 1000–2000, monofile Schnur 0,17–0,20 mm. Als Köder eignen sich Spinner Größe 1–3 (silber/gold) oder Rotwurm am einfachen Haken. Ein vollständiges Anfängerset kostet ca. 150–250 Euro. Wichtig: stromaufwärts fischen, leise am Ufer bewegen.
Die beste Zeit am Gebirgsbach ist die Morgen-Goldstunde von 5 bis 8 Uhr, wenn Forellen an der Oberfläche stehen und Insekten aufnehmen. Die zweite Aktivitätsphase beginnt abends ab 19 Uhr. Mittags ziehen sich Forellen in tiefe Gumpen zurück — im Hochgebirgsbach weniger ausgeprägt als im Flachland, da das Wasser ohnehin kalt bleibt. Am Seewaldsee sind Karpfen und Hecht ebenfalls dämmerungsaktiv.
Claus Elmenreich / flyfish-bregenzerwald.at in Egg (ca. 45 Minuten von Damüls) bietet Einsteiger- und Fortgeschrittenenkurse saisonal ab Mai an. Kontakt: info@flyfish-bregenzerwald.at · +43 664 4146482. Eine weitere Option ohne eigene Lizenz: Gasthof Löwen in Lingenau bietet geführte Angeltouren im Bregenzerwald an.
Neben dem Angeln bietet Damüls-Faschina im Sommer Wanderungen, Mountainbike-Touren, den Kinderthemenweg und das biosphärenpark.haus in Sonntag — alle Sommeractivitäten im Überblick.
Alle Sommeraktivitäten →